Ausgabe 48

In dieser Ausgabe: Leonard Becker im Youtube-Fund der Woche, Album der Woche von Carlotta Dalia, Noten für die Morgenroutine mit Leon Albert, Interview mit TMBM und was uns so begegnet...

Hey!

Mal ab und an alles zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen, kann ungeahnte Energie freisetzen und Lust und Kraft vervielfachen.

Deswegen haben wir heute nach einer etwas längeren Pause nicht nur die üblichen Kategorien am Start, sondern auch eine neue: „Was uns so begegnet“ ist ab jetzt fester Bestandteil unserer Ausgaben.

Dazu Vertrautes: Eine Brahms-Bearbeitung im Video der Woche und der (nicht nur) Teufelsgeiger und leidenschaftliche Hobby-Gitarrist Paganini als Fixpunkt im fantastischen Album der Woche. Leon Albert lädt wieder zum routinierten Morgenkaffee und: die Erkenntnis, dass das pointierte Beantworten unserer eigenen Fragen gar nicht so einfach ist :) Also großen Respekt an alle, die sich den Fragen bisher gestellt haben!

Viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst
Stefan und Willi

YOUTUBE-FUND DER WOCHE
mit Leonard Becker (feat. Theresa Pilsl & Jonas Müller)

Wir haben ja einen Hang zu Bearbeitungen. Insbesondere diese Besetzung lässt uns schon mal mit einem zufriedenen Lächeln an die eigene Vergangenheit denken …

"Soll sich der Mond nicht heller scheinen" aus 49 Deutsche Volkslieder (WoO 33) von Johannes Brahms – geschmackvoll, kreativ und ganz im Sinne des Originals von Leonard Becker bearbeitet und interpretiert.

Wir könnten jetzt noch einiges an positiven Worten verlieren, aber nutzt die Zeit lieber, um euch dieses liebevoll produzierte Video reinzuziehen. Und genießt es, dass die ganzen Flügel nur als Nebenschauplatz dienen ;)

ALBUM DER WOCHE
mit Carlotta Dalia & Goldmund Quartett

“Er war so viel mehr als nur der ‘Teufelsgeiger’”. Das sagt Carlotta Dalia über Paganini. Sie muss es wissen, denn Carlotta scheint sich für ihre neue Veröffentlichung zusammen mit dem Goldmund Quartett ausgiebig mit dem Repertoire beschäftigt zu haben. Niccolò Paganini hinterließ fünfzehn Gitarrenquartette, was man als ein deutliches Zeichen seiner Zuneigung zu diesem Instrument verstehen kann. “Wir spielen seine Musik auf seinen Instrumenten”, sagt Carlotta Dalia, “und das Ergebnis ist wirklich magisch.”

Damit sei – auch von unserer Seite – schon alles gesagt.

Die Aufnahmen schmeicheln unseren Ohren durch Beweglichkeit und einen durchsichtigen, energiegeladenen, warmen Sound. Wir haben es zutiefst genossen, diese besondere Auswahl an Stücken zu hören und uns von der Magie anstecken zu lassen.

Gerade in der „Sonata in A-Major, Op. 3 No. 1“ und im „Caprice No. 24“ ist Carlotta Dalias enorm feiner Sinn für Tongebung, Phrasierung und einfach tiefste Musikalität zu hören. Über ihre technische Qualität brauchen wir erst gar keine Worte zu verlieren.

Nehmt euch die Zeit und hört rein – das Album hat es verdient!

MORGEN-ROUTINE
Auf einen Kaffee mit Leon Albert

Hi Leon, was ist die Routine für diese Woche?

Gleichzeitigkeiten sind okay. Es gibt immer Überlappungen.

INTERVIEW

4 Fragen, 4 Antworten, 4 Gesichtsausdrücke mit: TMBM / Part II

Was steht deinem Üben gerade am häufigsten im Weg?
Neue Ideen. Manchmal auch meine Unfähigkeit, Zeit richtig einzuschätzen.

Was hat dich zuletzt motiviert?
Zu sehen, dass, wenn man regelmäßig an einem Projekt dran bleibt, dabei aber flexibel anpasst und es mit Neugier, Leidenschaft und Freude macht, sich Wege ergeben, die man vorher nicht auf dem Schirm hatte.
Flow ist einfach alles.

Welchen Tipp würdest du dir aus heutiger Sicht als jungem Gitarristen geben?
Sei neugierig, bleib neugierig. Ansonsten: Entspann dich ein bisschen. Haha.

Wenn du einen Satz auf ein Plakat drucken lassen könntest, das in riesiger Auflage bei allen (klassischen) Musik-Festivals der Welt hängen würde – welcher wäre das?
„I‘m for the Birds, not for the Cages.“
(John Cage)

WAS UNS SO BEGEGNET …

Habt ihr euch schon mal gefragt, was das Coole an Begegnungen ist?

Wir jedenfalls finden es immer wieder inspirierend, andere Künstler*innen, Gitarrenbauer*innen, Menschen, die für unser Instrument brennen, zu treffen. Für uns ist das sowas wie ein Wind, der die Glut so richtig entfacht. Inspirierende Menschen und Menschen mit einer Liebe für eine Sache, mit Drive und trotzdem einer Dosis Entspanntheit sind unser Gem.

So ist es uns die Tage auf dem Guitar Summit in Mannheim ergangen.

Wir durften zwei Showcases auf der rECO-Serie von La Mancha (Schüler-Gitarren) spielen. Diese sind aus einheimischen Hölzern wie Kirsche, Fichte und Ahorn gebaut. Und das finden wir ziemlich stark.

Und: Wir haben in Mannheim auch das erste Mal öffentlich Stücke von unserem kommenden Album Symphonia of Encounters gespielt. Das kommt nämlich erst im Dezember raus. Die Sinfonie (im ursprünglichen Wortsinn als Zusammenklang gemeint) hat an diesem Wochenende ihren Schatten voraus geworfen. Was für ein passender Auftakt für die nächsten Monate! Und im Sinne von Begegnungen hätte es für uns passender nicht sein können. Welche inspirierende Begegnung habt ihr zuletzt gehabt? Schreibt’s uns.

Und jetzt werfen wir gerne mal einen symbolischen Euro ins Phrasenschwein: Es sind die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen.

OUTRO

Vielen Dank fürs Lesen! Anregungen und Anmerkungen gerne direkt als Antwort auf diese Ausgabe. Neue Musikentdeckungen – auch von Artists, über die wir in der heutigen Ausgabe geschrieben haben – wie immer in unserer Spotify-Playlist zum Newsletter, die wir weiter unten verlinkt haben.

Seid gut zueinander.

Wir hören und lesen uns!

Stefan & Willi

supported by

New Classical Guitar ist ein Newsletter von Willi Leinen und Stefan Degel von TMBM. Unsere Musik und weitere Infos zu unserem Werdegang findet ihr unter t-m-b-m.com

Auf Spotify kuratieren wir eine Playlist mit unseren Lieblingsstücken. Ihr könnt unserer New Classical Guitar Playlist unter https://open.spotify.com/playlist/3ZwxJRAsW9Zs2JiS2eLy6a?si=9b2a737f01c043a4 folgen und uns gern neue Empfehlungen schicken.